Der Regenwurm – unterschätzter Held des Bodens

Die kleinen, zumeist glitschigen Gesellen sind zugegebenermaßen nicht jedermanns Liebling. Doch der Regenwurm ist für einen fruchtbaren Boden ein essentielles Lebewesen! Um zu zeigen, wie wichtig der Regenwurm für die Bodengesundheit ist, hat er sogar einen eigenen internationalen Ehrentag: der Tag des Regenwurms!

Regenwurm – Spannende Lebensweise

Der Regenwurm an sich ist allgemeinhin bekannt. Doch sind es 46 Arten, die in Deutschland heimisch sind. Er hat keine Augen, keine Nase und keine Ohren und verfügt doch über Sinnesleistungen. Spezielle Lichtrezeptoren, sogenannte Photorezeptoren auf seiner Haut ermöglichen, dass Regenwümer hell und dunkel erkennen können. Besondere Sinneszellen fungieren wie Tasthaare an seinem Regenwurmkörper, mit denen er Bewegungen und Vibrationen spüren kann. Über seine empfindliche Haut, welche mit einem Sekret befeuchtet ist, nimmt er den lebensnotwendigen Sauerstoff auf.
Wer sich schoneinmal gefragt hat, was es mit dieser Verdickung am Regenwurmkörper auf sich hat? Diese Verdickung verrät, wie alt er mindestens schon ist! Denn der Gürtel, das Clitellum, zeigt, dass er im fortpflanzungsfähigen Alter ist. Und das ist er erst ab einem Alter von einem bis zwei Jahren! 
Auch wenn Regenwürmer beide Geschlechtermerkmale besitzen, suchen sie sich normalerweise einen Partner.

Ökologische Bedeutung

Indem er seine Gänge gräbt, lockert er ganz nebenbei den Boden und macht diesen aufnahmefähiger für Wasser. Er verbessert die Bodenstruktur unermüdlich, da er mehrere Meter am Tag unter der Erde zurücklegt. Regenwürmer verwerten angerottetes organisches Material oder auch abgestorbene Pflanzenwurzeln, genauso wie Herbstlaub. Das wird als Humifizierung bezeichnet und stellt den ersten Teil der Bildung zu wertvollem Humus dar. Er gilt deshalb zurecht als Indikator für einen fruchtbaren Boden!

You cannot copy content of this page