Die Minze teilen für doppelte Freude

Wer Minze im Garten oder auf dem Balkon im Pflanztopf angepflanzt hat, der weiß, dass sie in kürzester Zeit den Topf ausgefüllt hat. Höchste Zeit sie zu teilen, ist also spätestens dann geboten. Aber Anfang Juni die Minze teilen, geht das überhaupt? Für gewöhnlich sollte sie schließlich im Frühjahr geteilt werden. In diesem Fall ist es die Marokkanische Minze, der es in ihrem Pflanztopf zu eng geworden ist. Also einfach mal ausprobiert! Alles was wir dafür brauchen ist einen zweiten Pflanztopf, Bio-Kräutererde und ein Gartengerät, wahlweise ein Gartenmesser oder eine Pflanzschaufel, mit der wir die unterirdischen Triebe teilen können.

Die Marokkanische Minze hat lange Rhizome, mit denen sie sich verbreitet. Aus jedem kleinen knotigen Punkt im Rhizom entsteht ein neuer Minzetrieb. Die Rhizome können viele Zentimeter lang werden und sich in dem Topf entlang winden.

Ein einzelner Wurzelausläufer mit oberirdischen Minzetrieben © Franziska Becker

Nachdem ein Teil aus dem Pflanztopf herausgetrennt ist, werden die Wurzelausläufer noch einmal in einzelne kleinere Stücke aufgeteilt. Somit kann sie im neuen Topf viele neue Triebe bilden. Die feinen Wurzeln sind das, wodurch sich die Minze versorgt. Wir drücken sie deshalb nur vorsichtig an die Pflanzerde an. Damit sich die Erde um diese feinen Wurzeln legt, ist angießen ganz wichtig. Wie bei allen Pflanzen, die umgepflanzt oder neu gesetzt werden.

Erfolgreiches Teilen der Minze?

Das Teilen und Umtopfen hat die Marokkanische Minze gut überstanden © Franziska Becker

Die Marokkanische Minze hat es gut überstanden, Anfang Juni geteilt und umgetopft zu werden. Sie treibt neben den vorhandenen Trieben sogar schon neue, kraftvolle Triebe aus. Die Marokkanische Minze habe ich in einer Bio-Kräutergärtnerei in der Südwestpfalz gekauft. Sie schmeckt hervorragend als Tee. Aber es gibt so viele weitere tolle Minz-Arten und Minz-Sorten, zum Beispiel Grüne Pfefferminze, Erdbeerminze oder auch Mojito-Minze. Sie unterscheiden sich im Geschmack, in ihrem Aussehen und meist in ihren Standort-Ansprüchen.
In jedem Fall eine Bereicherung für jeden Kräutertopf und jedes Kräuterbeet.