Gewöhnliches Ferkelkraut – Wildgemüse und Insektenpflanze

Gelbe Blüten, gekerbte Blätter, das sieht sehr nach dem Gewöhnlichen Löwenzahn aus! Doch hier handelt es sich um das Gewöhnliche Ferkelkraut (Hypochaeris radicata). Auch diese einheimische Wildpflanze gehört – wie der Löwenzahn, zu der Familie der Korbblütler. Seine Blätter sind gekerbt bis gebuchtet und das besondere Merkmal: sie sind behaart. Der Korbblütler blüht mit seinen gelben Blüten, je nach Lage, von Mai bis in den November hinein. Das Ferkelkraut ist an sonnigen Standorten, im Halbschatten und sogar im lichten Schatten zu finden. Je heller es steht, desto blühfreudiger ist es.

Zu sehen ist zunächst die grundständige Blattrosette, die aus ledrigen Blättern besteht und einen Durchmesser von 30 cm bis 40 cm erreichen kann. Die Blätter liegen meist auf dem Boden auf. Noch im selben Jahr oder im darauffolgenden Frühjahr treibt es die mehr als 40 cm hohen Blütenstängel aus. Nachdem die Blüten bestäubt wurden bilden sich Pflanzensamen, die einen flauschigen Haarkranz besitzen. Diese können sich, wie beim Löwenzahn, mit Hilfe des Windes verbreiten.

Ferkelkraut – schöne Blüten, wichtig für Insekten

Gerne wächst das mehrjährige Ferkelkraut auf Rasenflächen und wird hier als unbeliebtes „Unkraut“ herausgerissen. Doch wer es wachsen lässt, wird mit den hübschen, leuchtend gelben Blüten belohnt. Durch die lange Blütezeit, ist es besonders wertvoll für Insekten und wird von Schmetterlingen, Wildbienen, Schwebfliegen und Käfern angeflogen. Für uns Menschen gelten die jungen Blätter, Knospen und die Blüten sogar als essbar. Auf Pferdeweiden ist es dagegen nicht so gerne gesehen, da Pferde es bei knappem Futterangebot aufnehmen und es zu Nervenschädigungen führen kann.
Siedelt es sich im Garten oder Balkontopf an, ist ein Umpflanzen durch die lange Pfahlwurzel nicht ratsam. Wer es an anderer Stelle ansiedeln möchte, kann die Samenreife abwarten und diese dann in Töpfe oder an einen geeigneten Standort aussäen. Durch die lange Pfahlwurzel übersteht es übrigens auch längere Trockenphasen und ist häufig auf intensiv gemähten und genutzten Rasen- und Wiesenflächen als eine Pionierpflanze noch immer grün und blühend.

Geben wir dem Gewöhnlichen Ferkelkraut mehr Raum in unseren Gärten und auf unseren Balkonen! Damit bereichern wir nicht nur das Blütenangebot für Insekten, sondern verschönern die Pflanztöpfe und Beete mit einer leuchtend gelben Blüte bis in den späten Herbst hinein!

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