Große, violette Blütenköpfe, die von einer Vielzahl an Hummeln, solitären Wildbienen, Käfern und vielen anderen Insekten umschwärmt werden. Das sind die Blüten der Skabiosen-Flockenblumen (Centaurea scabiosa), die bis in den Spätsommer und teilweise in den Herbst hinein blühen. Durch diese lange Blütezeit sind die Blüten des Korbblütlers äußerst wertvoll für die Insekten. Sie liefern Nektar und den wichtigen Pollen. Und dieser ist nicht direkt frei verfügbar, sondern wird mit einer Art Spannung nachgeliefert.
Skabiosen-Flockenblumen – Korbblütler mit Röhrenblüten
Das, was wir bei Korbblütlern generell als eine große Blüte wahrnehmen, sind in der Mitte viele kleine Einzelblüten. Hierbei sind Staubbeutel und Staubblätter zu einer Röhre zusammengewachsen, weshalb diese einzelnen Blüten bei der Flockenblume als Röhrenblüten bezeichnet werden. Die verwachsenen Staubfäden stehen unter einer Art Spannung. Sammelt nun ein Insekt den Pollen und berührt die Staubfäden, wird weiterer Pollen nach oben geschoben. So lange bis der sogenannte Griffel zum Vorschein kommt
Diese Art der Pollenaufnahme entdecken wir besonders bei einer der solitär lebenden Wildbienenarten. Es ist die Gelbbindige Furchenbiene (Halictus scabiosae), die wir ganz häufig auf den Flockenblumen entdecken. Sie fliegt eine nach der anderen Blüte an, ob noch Pollen zu finden ist. Die Wildbiene zieht mehrmals an den Röhrchen, sammelt den Pollen und nimmt diesen mit zu ihren Nistkammern. Dabei ist sie nicht auf eine bestimmte Pflanzenart spezialisiert, bevorzugt aber Flockenblumenarten, das Ferkelkraut und Disteln.
