Der Mai ist offizieller Bienen-Monat. Denn jedes Jahr findet am 20. Mai der Weltbienentag statt. Ursprünglich galt es den Honigbienen, dem wohl kleinsten Nutztier der Welt. Doch mittlerweile gilt es auch den Wildbienen, die mit mehr als 560 Arten in Deutschland heimisch sind. Über die Hälfte steht auf der Roten Liste. Einige sind sogar vom Aussterben bedroht. Dabei können wir mit drei einfachen Dingen, etwas für die (Wild-)Bienen tun:
1. Pflanzenvielfalt für Insektenvielfalt.
Pflanzen wir Pflanzen für (Wild-)Bienen, tun wir gleichzeitig auch etwas für andere Insektenarten und schaffen uns ein Blütenmeer ganz nach unserem Geschmack. Eine Win-win-Situation sozusagen. Sogar auf dem Balkon, können wir etwas für die Artenvielfalt tun. Denn Platz für einen Pflanztopf mit den richtigen Pflanzen, ist auch auf dem kleinsten Balkon. Spezialisierte Wildbienenarten, die nur auf wenige oder eine spezielle Pflanzenart fliegen, um dort den Pollen für ihren Nachwuchs zu sammeln können dabei genauso unterstützt werden, wie die Generalisten unter den Wildbienenarten! Wer ein reichhaltiges Blütenangebot ohne viel Aufwand bieten möchte, der kann mit den wilden Pflanzen sehr viel tun!
2. Pestizidfrei gärtnern.
Für viele eine Selbstverständlichkeit, ist bei genauerer Betrachtung manchmal gar nicht so leicht zu durchschauen. Denn auch Mittel, mit dem Prädikat „Bio“, können schädlich für unsere (Wild-)Bienen sein. Pflanzenstärkung und Nützlingsförderung sollten Pestiziden immer vorgezogen werden. Die natürlichen Gegenspieler der Blattläuse sind beispielsweise Marienkäfer und Florfliegen.
3. Wildbienen brauchen ein Zuhause.
Wer sich einmal mit der Nistweise solitär lebender Wildbienen beschäftig hat, ist vermutlich genauso fasziniert von den kleinen Insekten und von dem, was sie leisten.
Schlüpfen, sich selbst versorgen, paaren, einen geeigneten Nistplatz finden und bei spezialisierten Wildbienen auch noch die Pflanzen, mit dem Pollen vorfinden, die sie für ihre Nachkommen zum Überleben brauchen. Für eine kleine, solitäre weibliche Wildbiene ganz schön viel zu tun! Und das innerhalb weniger Wochen. Mit künstlich angelegten Nisthilfen, wie sogenannten Sandarien oder gekauften Nisthilfen, sowie natürlichen, freien Bodenstellen, können wir den Wildbienen helfen. Rund 3/4 der heimischen Wildbienenarten sind Bodennister.
Es ist also gar nicht so schwierig, etwas für den Schutz und die Vielfalt der Wildbienenarten zu tun. Also geben wir acht, auf diese kleinen wundervollen Geschöpfe, um ihre Arten zu erhalten!
